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Allgemeine Informationen

Strom ist für uns alle so selbstverständlich, dass wir kaum über ihn nachdenken. Doch der Alltag einer Großstadt ist ohne zuverlässige Stromversorgung nicht denkbar. Und oftmals wird einem der persönliche Stromverbrauch erst mit der Stromrechnung bewusst.

Durch die Darstellung des Energiebedarf (Last) und der Erzeugung in Hamburg können Sie sich mit Ihrem Verbrauchsverhalten und dem Ihres Umfelds beschäftigen.

Stromnetz Hamburg GmbH und die Freie und Hansestadt Hamburg stellen Ihnen aktuelle und historische Daten zur Energieerzeugung und zum Energiebedarf bereit. Soweit möglich, stehen Ihnen die Daten für Hamburg oder zusätzlich für jeden Stadtbezirk zur Verfügung. Und da nicht der gesamte in Hamburg genutzte Strom auch im Hamburger Stadtgebiet erzeugt wird, zeigen wir Ihnen, wie viel Strom importiert wird.

Fragen und Antworten (FAQ)

Was gehört alles zum Hamburger Verteilungsnetz?

Das Hamburger Verteilungsnetz umfasst alle Kabel, Freileitungen und Netzanlagen in den Spannungsebenen Hoch-, Mittel- und Niederspannung, die sich im Hamburger Stadtgebiet befinden. Die Anschlussleitungen zum Kraftwerk Wedel und zum Pumpspeicherkraftwerk Geesthacht gehören ebenfalls zum Hamburger Verteilungsnetz.

Was ist ein Verteilungsnetz?

Über ein Verteilungsnetz erfolgt die unmittelbare Stromversorgung nahezu aller Haushalte, Dienstleistungs-, Gewerbe- und Industriebetriebe. Dabei besteht das Verteilungsnetz selbst aus den Spannungsebenen Hoch-, Mittel- und Niederspannung.

Hochspannung

Als Hochspannung bezeichnet man Spannungen zwischen 60.000 Volt (60 kV) und 110.000 Volt (110 kV). Sie dient der Energieübertragung über größere, regionale Strecken, sowie der Versorgung sehr leistungsintensiver Kunden.

Mittelspannung

Die Mittelspannung dient der Energieübertragung im näheren, regionalen Bereich. Ihr Spannungsbereich liegt zwischen 1.000 Volt (1 kV) und 60.000 Volt (60 kV). Die Obergrenze ist nicht fest definiert und wird unterschiedlich ausgelegt. In Deutschland übliche Mittelspannungsnetze haben eine Spannung von 10, 20 oder 30 kV.

Niederspannung

Als Niederspannung bezeichnet man Wechselspannungen bis 1.000 Volt. Die übliche Niederspannung, welche man in deutschen Haushalten findet, beträgt 230 Volt Wechselspannung, bzw. 400 Volt bei Drehstrom (für z. B. Durchlauferhitzer).

Was ist ein Übertragungsnetz?

Über ein Übertragungsnetz wird der Strom über sehr große Entfernungen transportiert. Große Energieerzeugungsanlagen speisen in der Regel den erzeugten Strom in das Übertragungsnetz ein. Teilweise beziehen auch sehr große Industriebetriebe ihren Strom aus dem Übertragungsnetz. Ein Übertragungsnetz wird in der Höchstspannung mit in der Regel 380.000 Volt (380 kV) betrieben.

Woher stammen die Daten im Energieportal?

Die Daten werden vom Hamburger Verteilungsnetzbetreiber Stromnetz Hamburg GmbH zusammengestellt und veröffentlicht.

Woher stammen die Daten bzgl. Einwohner, Fläche und Einwohnerdichte?

Die Daten werden der Veröffentlichung des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein entnommen.

Was bedeutet Last?

Der Begriff Last beschreibt den elektrischen Energiebedarf bzw. welche Leistung über das Stromnetz vorgehalten werden muss. Die Last wird in der physikalischen Einheit Watt (W) für Leistung gemessen. Wird die Leistung genutzt, wird daraus der Stromverbrauch, der bei Strom in der physikalischen Einheit Kilowattstunde (kWh) gemessen wird.
1.000 Watt = 1 Kilowatt
1.000 Kilowatt = 1 Megawatt = 1.000.000 Watt

Was ist die (elektrische) Leistung (W)?

(elektrische) Leistung ist die pro Zeiteinheit erbrachte (elektrische) Arbeit, gemessen in Watt. Bei der elektrischen Leistung werden unterschieden: Blindleistung, Wirkleistung und Scheinleistung.

Blindleistung ist die elektrische Leistung, die zum Aufbau von magnetischen (z. B. für Motoren, Transformatoren) oder elektrischen Feldern (z. B. für Kondensatoren) benötigt wird und nicht zur nutzbaren Arbeit beiträgt.

Wirkleistung ist das Gegenstück zu Blindleistung und bezeichnet die verbrauchte elektrische Energie, die in Nutzenergie (Bewegung, Licht oder Wärme) umgesetzt wurde.

Die Scheinleistung ist die geometrische Summe aus Wirk- und Blindleistung. Sie ist u. a. für die Auslegung elektrischer Anlagen maßgebend.

Was ist die Jahreshöchstlast?

Die Jahreshöchstlast ist der Wert eines Jahres, der den höchsten Energiebedarf anzeigt. Er bezieht sich auf den höchsten Lastwert der letzten 12 Monate.

Woher kommen die Daten zur Last?

Die Daten errechnen sich aus der dezentralen Netzeinspeisung und aus der Einspeisung aus dem vorgelagerten Netz. Für die Bezirke wird die Gesamtlast auf Basis lokaler Messungen aufgeteilt.

Wie berechnet sich der CO2-Ausstoss?

Der angezeigte CO2-Ausstoss wird über die aktuelle Gesamtlast der Stadt Hamburg berechnet. Dabei wird der Faktor aus dem Zwischenbericht CO2-Monitoring vom Klimaschutzkonzept Hamburg benutzt. (http://www.hamburg.de/contentblob/4028950/data/klimaschutzkonzept-zwischenbericht-co2-monitoring.pdf)

Woher kommen die Daten zum Stromimport?

Das Hamburger Stromverteilungsnetz von Stromnetz Hamburg GmbH ist an drei Punkten mit dem Übertragungsnetz verbunden. An diesen drei Verbindungspunkten wird die eingespeiste Energie gemessen und alle 15 Minuten durch die Stromnetz Hamburg GmbH abgelesen. Die Kurve im bereitgestellten Diagramm wird durch die Viertelstundenmittelwerte gebildet.

Woher kommen die Daten der Stromerzeugung?

Die Einspeisung größerer Erzeugungsanlagen wird gemessen und alle 15 Minuten durch die Stromnetz Hamburg GmbH abgelesen. Bei kleineren Erzeugungsanlagen wird die eingespeiste Energie anhand von Prognosen und Berechnungen ermittelt.

Was zeigt die Historie der Regenerative Energien Hamburg?

Es werden die installierte Leistung und Anzahl der an das Hamburger Verteilungsnetz angeschlossen Anlagen je Bezirk angezeigt, die mit regenerativen Energien Strom erzeugen.

Was sind erneuerbare/regenerative Energien? Was ist das EEG?

Was erneuerbare bzw. regenerative Energien sind, regelt das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Gemäß dem Gesetz zählen zu den erneuerbaren Energien:

  • Wasserkraft einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie,
  • Windenergie
  • solare Strahlungsenergie (z. B. Photovoltaik)
  • Geothermie
  • Energie aus Biomasse einschließlich Biogas, Biomethan, Deponiegas und Klärgas sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie

Was zeigt der EEG Zubau?

Gezeigt werden die installierte Leistung und die Anzahl der an das Hamburger Verteilungsnetz angeschlossenen Anlagen je Bezirk, die aus regenerativen Quellen Strom erzeugen.

Was ist dezentrale Erzeugung?

Die dezentrale Erzeugung umfasst alle Erzeugungsanlagen, die den erzeugten Strom in ein Verteilungsnetz einspeisen.

Was ist die installierte Leistung?

Damit wird die maximale elektrische Leistung eines Kraftwerks bzw. einer Erzeugungseinheit beschrieben, die in Watt angegeben wird.

Wie werden die Vorhersagedaten beim Stromwetter ermittelt?

Die Daten zur voraussichtlichen Einspeisung aus Windkraft und Sonnenenergie werden auf Basis historischer Werte sowie aktueller Wetterdaten prognostiziert.

Was zeigt die Stromuhr an?

Der Zeitraum in dem durch Windkraft- und Photovoltaikanlagen zusammen mehr als 50 MW Energie produziert, wird grün angezeigt.

Woher kommen die Daten der Schulen?

Die Last- und Erzeugungsdaten werden direkt für jede Schule gemessen und dann im Energieportal bereitgestellt.